Egel, Baunscheidt und Co.




Die Behandlung mit Blutegeln

Zur Anwendung kommen medizinische Blutegel, die extra für diesen Zweck gezüchtet worden sind und dem Arzneimittelgesetz unterliegen.

Die Behandlung erfolgt bevorzugt morgens oder vormittags. Mehrere Egel werden (in der Regel) am Kreuzbein (das ist das untere Ende der Wirbelsäule) angesetzt und verbleiben dort, bis sie von alleine abfallen. Hat sich ein Egel ersteinmal entschieden, bleibt er an dem Ort, bis er satt ist. Das dauert normalerweise etwa 30-45 Minuten (kann aber auch schonmal länger dauern), dann sollte die Bissstelle noch etwas nachbluten, bevor ein Verband angelegt wird. Dieser muss zum Abend nocheinmal erneuert werden, da Nachblutungen von bis zu max. 24 Stunden auftreten können. Dies ist allerdings erwünscht und macht einen Teil des Therapieerfolges aus (meist dauert es aber nicht solange).

Während der Behandlung sitzen Sie bequem in einem Stuhl und können in Ruhe ein gutes Buch oder eine Zeitung lesen oder, wenn Ihnen das mehr Freude macht, ein Kreuzworträtsel oder Sudoku lösen.

Anwendungsgebiete

Krampfadern (Varizen), Hämorrhoiden und alle möglichen anderen Stauungserscheinungen der unteren Körperhälfte, offenes Bein, Arthrose des Kniegelenks, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Wechseljahresbeschwerden, hoher Blutdruck und vieles andere mehr.

Blutegel werden übrigens nicht nur in Naturheilpraxen eingesetzt, sondern auch in Krankenhäusern (das Knappschaftskrankenhaus in Essen z.B. verwendet sie reichlich). Die Geschichte ihrer Anwendung reicht über Jahrtausende zurück.
Auch in der Chinesischen Medizin kommen Blutegel zum Einsatz, allerdings als arzneiliche Substanz.

Preise

Eine Behandlung kostet 50-60 Euro, je nach Anzahl der verwendeten Egel. Eine Wiederholung kann, abhängig vom Beschwerdebild, nach frühestens 14 Tagen erfolgen, meist jedoch nach 1-3 Monaten (falls nötig).























Baunscheidtieren

Bei diesem Ableitungsverfahren wird die Haut mittels eines sogenannten Schnäppers (oder Lebenswecker) ganz oberflächlich verletzt. Danach wird ein hautreizendes Öl eingerieben. Dadurch werden tieferliegende Strukturen entlastet. Ich verwende diese Methode bei sehr schweren Erkältungen über Bronchitis (akut oder chronisch) bis hin zur Lungen- oder Rippenfellentzündung.























Cantharidenpflaster

Hierbei wird ein blasenziehendes Pfaster auf die betroffene Region geklebt. Daraufhin bildet sich innerhalb von einigen Stunden eine Blase, das Pflaster wird wieder entfernt, die Blase geöffnet und die Wunde versorgt. Durch diesen Reiz werden Schlackenstoffe ausgeleitet und der örtliche Lymphstrom angeregt.
Ich verwende diese Methode bei verschiedenen Gelenkbeschwerden und zur Narbenbehandlung.